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Klimabericht 2024:

Erneut deutlicher Rückgang der Treibhausgas Emissionen in Bayern / Freistaat bringt Klimaschutz mit weiteren Maßnahmen konsequent voran

20.08.2025 | München / Bayerische Staatskanzlei

Der Klimabericht 2024 zeigt, dass die Klimaschutzmaßnahmen im Freistaat wirken: Die Treibhausgas (THG)-Emissionen in Bayern betrugen im Berichtsjahr 2023 nur noch 6,2 Tonnen je Einwohner. Sie sind damit gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0,4 Tonnen je Einwohner bzw. weitere rund 6 Prozent gesunken.

Seit Inkrafttreten des Bayerischen Klimaschutzgesetzes am 1. Januar 2021 konnte damit bereits ein Rückgang der THG-Emissionen je Einwohner um 0,7 Tonnen bzw. gut 10 Prozent realisiert werden. Zu den besonders erfolgreichen Projekten und Programmen zur Einsparung von THG Emissionen gehörten:
  • Das Programm "BioWärme Bayern" zur Förderung von Kommunen und Unternehmen: Die THG-Einsparungen konnten von 11.490 Tonnen im Jahr 2023 auf rund 24.500 Tonnen im Jahr 2024 mehr als verdoppelt werden. 
  • Das Förderprogramm "Wasserstofftankstelleninfrastruktur" für den Schwerlast- und Nutzfahrzeugverkehr hat die ersten geförderten Tankstellen Ende 2023 in Betrieb gebracht und zu einer Treibhausgaseinsparung in Höhe von über 430 Tonnen CO2 beigetragen.
  • Das Landesprogramm "BioRegio 2030", mit dem im Jahr 2024 eine THG-Einsparung von rund 430.000 Tonnen CO2 einherging.
  • Durch die Maßnahme "PV-Anlagen auf nicht-staatlichen Gebäuden" ergab sich im Jahr 2024 eine Einsparung von knapp 70.000 Tonnen.
Mit der Umsetzung der 110 Einzelmaßnahmen der seit 30. Juli 2024 aktuell gültigen Fassung des Bayerischen Klimaschutzprogramms wurden 2024 über 1,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart.

Begleitend zum Klimabericht hat der Ministerrat ein noch effizienteres und bürokratieärmeres Bilanzierungs- und Ausgleichsverfahren der Treibhausgas-Emissionen im Rahmen der Klimaneutralstellung der Staatsverwaltung beschlossen. Der Ausgleich der unvermeidbaren THG-Emissionen erfolgt künftig erst, wenn die endgültigen Daten vorliegen und nicht mehr auf der Basis von vorläufigen Schätzwerten. So werden die Emissionen von 2024 im Jahr 2026 und die von 2025 im Jahr 2027 ausgeglichen. Nachkorrekturen entfallen dadurch.

Im Zuge der Entbürokratisierung und der laufenden Digitalisierung der Staatsregierung wird der bisherige Klimabericht künftig durch einen digitalen Bericht ersetzt. Mit dem digitalen Format wird es eine zentrale Online-Plattform geben, die aktuell den Status des Klimaschutzes in Bayern abbildet. Das schafft einen Mehrwert gegenüber dem statischen Format des bisherigen Klimaberichts. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich so jederzeit über neue Zahlen und Entwicklungen beim Klimaschutz in Bayern informieren.

Der Klimabericht wird nun dem Landtag übermittelt und im Internetangebot des Bayerischen Umweltministeriums veröffentlicht.

(Quelle: Auszug aus dem Bericht der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatskanzlei vom 29.07.2025)

Martin Stock MdL

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